Ingenieurbüro Salingré und Hübel

Arbeitsbeispiele

Straßenbahn

Macht eine Straßenbahn Bremsspuren?

Bei einer Notbremsung hinterläßt tatsächlich auch eine Straßenbahn Bremsspuren.
Diese bestehen aus Verfärbungen der im Normalfall blanken Schienenoberfläche und feinem Sand, der neben den Schienen liegt.



Diese Spuren entstehen, weil bei Notbremsungen zum einen Sand auf die Schienen gestreut wir, um die Reibung zu erhöhen, und zum anderen Magnetschuhe auf die die Schienen abgesenkt werden, die sich dort festsaugen und so die Bremswirkung erhöhen.
Der Sand liegt nach dem Bremsmanöver in der Regel entlang der gesamten Notbremsstrecke neben den Schienen und die Magnetschuhe hinterlassen auf den Schienen Schleifspuren und Verfärbungen.



Die Stillstandsposition am Ende der Notbremsstrecke ist in der Regel auch nach dem Wegfahren der Straßenbahn noch ermittelbar, da diese Position von neben den Schienen liegenden Sand-Anhäufungen, der oft noch etwas nachrieselt, und auf den Schienen liegenden Zunderteilchen, die durch die Magnetschuhe erzeugt werden, gekennzeichnet wird.



Aus Bremsversuchen ist bekannt, daß eine Straßenbahn bei einer Notbremsung auf trockenen Schienen eine Verzögerung von etwa 3 m/s² erzielt. Bei Fahrzeugen neuerer Bauart sind bei guten Bedingungen auch Verzögerungen bis 4 m/s² möglich.
Anzumerken ist, daß bei nicht optimalen Bedingungen wie leichte Feutigkeit oder Laub oder andere Verscmutzungen auf den Schienen nur noch Verzögerungen von rund 2 m/s² erreichbar sind.